Blog: Maria Müller Malerei

In meinem Blog können Sie mir bei der Arbeit über die Schulter schauen.
Fotodokumentationen, Kurzberichte, Werkkonzepte und Presselinks erzählen von meiner künstlerischen Tätigkeit.


Greifswalder Kunstauktion: www.art7-greifswald.de


Artikel: Reinhard Amler

Foto: Ekkehard Brunstein



Cubic.artspace
Kunstkubus

Plakat

Kulturfenster Unibücherei

Hängung

Presse:
https://webmoritz.de/2020/12/05/kunst-von-kiosk-bis-kubus-stille-auktion-in-der-innenstadt/


Aktueller Blick in's Atelier

GET SOME INspiration ...

Auf Safari in Mecklenburg Vorpommern

work in progress, Detail

Foto: Schulz

Ich liebe die Natur und brauche sie um mich, um glücklich zu sein. Aus ihr ziehe ich Kraft, Inspiration und Ideen für meine Malereien. Ich hatte diesen Spätsommer das Glück, einige Tiere live zu beobachten in freier Wildbahn in meiner Heimat Mecklenburg Vorpommern. Sogar einen Rothirsch und eine Hirschfamilie habe ich beobachten können.

Zurück im Atelier habe ich nun eine neue riesige Leinwand gebaut. 
Meine neu gewonnenen  Eindrücke will ich nun malen.

Inspiration aus der Coronakrise ziehen

https://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Greifswald/Greifswalder-Kuenstler-hoffen-auf-Onlineverkaeufe
-waehrend-der-Coronakrise

von Christopher Gottschalk  / Zitat:

"Malerin Maria Müller verarbeitet die Krise bereits in einem neuen Bild, das sich derzeit in Arbeit befindet. „Was passiert, wenn alles wegbricht? Das ist ein Gedanke zu dem Bild“, erklärt sie. Um einen Käufer zu finden, setze auch sie auf soziale Medien wie Instagram sowie ihre Webseite. „Derzeit lebe ich aber noch von den zuvor verkauften Bildern und von Auftragsarbeiten, die mich direkt über die Webseite erreichen, zum Beispiel ein Familienporträt anlässlich einer Hochzeit.“ 

"all that you have" 2020

in my dreams

Traumzeit

Soloausstellung im Interkulturellen Begegnungszentrum Greifswald

Es war eine unglaublich schöne Vernissage! 

Vielen Dank für die interessanten Gespräche, Fragen und Rückmeldungen!!!


Traumzeit - In my dreams

Meine Malerei entsteht zwar mittels Idee, jedoch ohne konzeptuelle Vorarbeit. Die Größe des Formates ermöglicht es, einen Impuls mit ganzer Körperkraft auszudrücken und zugleich beim Akt des Malens selbst im Bild zu stehen. Dieses Vorgehen ist stark intuitiv und weckte in mir die Assoziation, dass dem Impuls des Menschen, Wände mit ihm bedeutsamen Bildern zu gestalten und zu bemalen, seit jeher etwas Archaisches innewohnt. Diese Arbeitsweise war ein Aspekt, der mich zu meinem derzeitigen Thema geführt hat.
In meinen aktuellen Arbeiten setze ich mich mit dem Phänomen Traum auseinander. Welche Bedeutung messen wir unseren Träumen und den Bildern bei, die aus ihnen sprechen? Welche Präsenz erhält etwas in unserem Lebensalltag, dass sich uns zu entziehen scheint? Etwas, das ungreifbar und nur als Schema oder Schatten in unserer Erinnerung auftaucht, wenn wir uns überhaupt noch daran entsinnen können? Erhalten unsere Träume und Traumwelten nicht gerade dadurch ihre besondere Magie, dass sie sich uns entziehen und abwesend sind, sobald wir „erwachen“? Für mich haben Bilder aus Traumwelten nicht nur Relevanz, weil wir uns durch die Bilderüberschwemmung des alltäglichen medialen Lebens manchmal kaum noch an sie erinnern können. Meiner Wahrnehmung nach wird durch unsere Träume vielmehr die Frage danach aufgeworfen, was Wirklichkeit für uns sein kann. 

„Die Dinge die wir sehen, sind dieselben Dinge, die in uns sind. Es gibt keine Wirklichkeit als die, die wir in uns tragen.“ 
Nicht die Bilder außerhalb für das Wirkliche halten. Die eigene Welt in sich zu Wort kommen lassen. 1

Diesem Ansinnen will dies Ausstellung Traumzeit einen Raum geben. Mich inspirierte zudem die Kultur der Aborigines. Auch in ihrer Vorstellung hat die innere Welt der Bilder und Träume eine reale Relevanz. In der traditionellen Auffassung wird der Begriff Traumzeit mit einer zeitlosen Schöpfungsgegenwart in Verbindung gebracht, aus der alles hervorging und die zugleich bis in das Jetzt hinein gegenwärtig ist und wirkt. Sie zeigt sich in den Träumen der Menschen. 2 Daher betrachten sie die Traumzeit und ihre Phänomene als ihre eigentliche Wirklichkeit. 3 Die Gewichtigkeit der Träume wird in der Praxis des alltäglichen Lebens der Aborigines deutlich, von welcher zum Beispiel die Künstlerin Marina Avramovic auf ihrer Reise in den australischen Outback berichtet: 
„My main job with the woman was watching them present their dreams. Every morning we
would go to a field somewhere, and in hierarchical order, starting with the oldest woman and
moving down to the youngest, they would show us, using a stick, to make drawings in the dirt,
what they‘d dreamed the night before. Each woman would then assign the rest of us roles
to act out the dream as they interpreted it. They all had dreams; they all had to show them -
dreams playing all day long!“ 4

Dieses Bild der Frauen, die sich im Morgengrauen in der australischen Wüste versammeln, um ihre Träume in den Staub zu zeichnen und daraufhin beginnen sie zu spielen, berührte mich tief. Der Wunsch den eigenen Träumen und Traumwelten mit derartiger Priorität zu begegnen und diesen gestalterisch Ausdruck zu verleihen, war in mir gesäht worden. Die Ausstellung Traumzeit will diesem Ansinnen nachkommen und einen Raum für den Traum eröffnen.

1 Frei nach: Hermann Hesse in seinem Roman „Demian“, in: Volker Michels (Hrg.), Hermann Hesse, Lektüre für
Minuten, Gedanken aus seinen Büchern und Briefen, Frankfurt am Man, 1997, S. 118.
2 Vgl.: Marlo Margan, Traumfänger, München 1994, S. 202/203.
3 Vgl.: Anna Voigt und Nevill Drury: Das Vermächtnis der Traumzeit. Leben, Mythen und Tod der Aborigines.München
1998, S. 9-23.
4 Marina Abramovic with James Kaplan, Walk through walls, a memoir, Penguin Random House UK 2016, p.130.

Flow

Soloausstellung in der Galerie Garage Greifswald

laudatio zur ausstellung

Die wörtliche Übersetzung des englischen Verbs "to flow" für "im Fluß sein" oder "fließen", bietet einen Ausdruck, in dem sich der Prozess meines Arbeitens spiegelt. Flow-Erfahrung beschreibt ein qualitatives Zeitgeschehen, einen Moment, der sich aus der Zeit heraus gebiert, sich jedoch zugleich von der Zeitlichkeit abhebt. Meine aktuelle künstlerische Auseinandersetzung wird angeregt durch augenblickliche Eindrücke und Vorstellungen. Hierbei setzt die Erfahrung des Berührtseins, oder auch des Ergriffenseins aus dem Moment heraus einen initiierenden Impuls.
Meine Bilder entstehen in einem fließenden Prozess, indem ein Bild aus der Dynamik des anderen hervorgeht. Die Arbeiten stehen durch ihre Rhytmik und ihre Bewegung miteinander in Beziehung. Ein Bild transformiert sich in eine anderes. Eine Form springt von einer Leinwand zur nächsten und versprüht ihre Funken, bevor sie wieder gemächlich in ein Piano übergeht. Eine Figur erscheint auf der einen und löst sich auf einer anderen Leinwand auf. Während des Malens einer Idee wird schon eine andere geboren und drängt danach, sich zu verwirklichen. Eine Arbeit fließt in einen andere. 
In einem Fluss.

Maria Müller


Büchersendung

Kunstverein Roter Pavillon
Ausstellung vom 8.9. bis 27.10.2017


laudatio

Ein Kleinod ist eine Kostbarkeit, etwas Seltenes und Einzigartiges. Das Wort Kleinod gewann 2007 bei dem Wettbewerb „Das schönste deutsche Wort“ den ersten Platz. Es ist vom Aussterben bedroht. 
Im Sinne des Artenschutzes ist heute Abend für Sie eine exklusive Büchersendung eingetroffen.
Eine Sammlung von Kleinoden haben wir Ihnen mitgebracht. Ein seltener Genuss, denn Künstlerbücher sind oft Unikate und verbleiben zumeist in den Händen der Künstler und KünstlerInnen. In Zeiten der medialen Bilderüberflutung bieten wir ihnen handgezeichnete und handgedruckte Bilder. Bilder, die aneinander gebunden, genäht, geklebt, oder in den Raum gedehnt, und zu ganz eigenen Bildwelten komponiert werden, zuweilen mit Worten tanzend. 
Was einen Künstler und eine KünsterIn bewegt, wird verdichtend gestaltet. Es gibt keine Grenzen in der Themen- und Formenvielfalt, mit der die Bücher kreirt sind, oder ob sie zum Beispiel ein Wort-Bild Bezug bespielen. Die besondere Freude des/der Künstlers/In liegt darin, das Material oder einen Materialkontrast optisch und haptisch erfahrbar zu machen. Dabei wird Buchkunst zum Kunstbuch verwandelt und viel Zeit der maß genauen Arbeit und auch des Wartens vergeht, bis ein Buch unter behutsamen Händen anfängt zu atmen. Das Künstlerbuch ist erwacht. Öffnen sie ein Buch, betreten sie eine eigene einzigartige kleine Welt, die erst durch das Durchblättern ganz erschlossen wird. Lassen sie sich verführen zu Langsamkeit und Träumerei. Lassen sie sich atmen.

Maria Müller

Insomnale 

Eindrücke der Jahresausstellung am CDFI Grefswald